Urban Age Debate 26. Januar 2022

Urban Age Debate 5: Rationalising Shopping

Eine Debatte über das neue Konsumverhalten als Möglichkeit den urbanen Raum neu zu erfinden

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Der städtische Einzelhandel befindet sich im Wandel. Schon vor der Corona-Pandemie machten Onlineshops den stationären Läden in der Innenstadt Konkurrenz. Zugleich nehmen ethische Bedenken über Billigarbeit und schlechte Arbeitsbedingungen in der Gesellschaft zu und angesichts der Klimakrise beginnen wir den Hyperkonsum und das Leben in einer Wegwerfgesellschaft zu hinterfragen. Mit der globalen Pandemie entwickeln sich nunmehr neue Lebensstile und Konsumverhalten, die die Veränderung im Einzelhandel beschleunigen und sich nachhaltig auf Innenstädte und ihre Einkaufsmeilen auswirken.

Einzelne Veränderungen sind bereits jetzt sichtbar: Der stationäre Einzelhandel verschwindet. Gleichzeitig nimmt die Nachfrage nach neuen Lieferservices für Lebensmittel und Alltagsgüter zu. Neue, effizientere E-Commerce-Plattformen entwickeln sich, die eine umgehende Erfüllung der Bedürfnisse versprechen. Selbst wenn die Läden wieder geöffnet sind, ist zu erwarten, dass viele der Konsument:innen nicht mehr zurückkommen und weiterhin online einkaufen werden.
So gehen vor allem Onlineriesen wie Amazon als Gewinner aus der Covid-19-Pandemie hervor. Gerade vor diesem Hintergrund müssen wir realistisch über die Zukunft der Einkaufszonen in Innenstädten nachdenken. Wir müssen uns fragen, ob und wie die neuen Muster im Konsumverhalten unsere Städte für immer verändern, und inwiefern diese Veränderung auch als Katalysatoren und Chance für positive Veränderungen genutzt werden können.

Die letzte Urban Age Debate thematisiert fundamentale Fragen zum nachhaltigen Konsum in der Stadt, zur Entwicklung der lokalen Wirtschaft, Unternehmer:innentum und die Gestaltung des öffentlichen Raums. Dabei bringt die Diskussion führende Expert:innen und Vordenker:innen aus dem Bereich städtischem Designs und Stadtenwicklung, Einzelhandel und nachhaltiger Entwicklung zusammen, um die Zukunft des Einzelhandels in der Innenstadt zu diskutieren. Auf dem Podium begrüßen wir Thomas Heatherwick, Designer und Gründer des Heatherwick Studios, Andrew Murphy, Geschäftsführer der John Lewis Partnership und Ewa Westermark, Architektin, Partnerin und Geschäftsführerin bei Gehl. Die Debatte wird moderiert von Jonathan De Mello, Equity Partner bei CWM, und Philip Rode, Geschäftsführer von LSE Cities.

Rationalising Shopping: Are new patterns of consumption an opportunity for reinventing urbanity?
26. Januar 2022 | 14 Uhr (CET) | Zoom
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Speaker:innen

Thomas Heatherwick ist ein britischer Designer, dessen erfolgreiche und vielfältige Arbeit der letzten zwei Jahrzehnte sich durch großen Einfallsreichtum auszeichnet. Thomas Heatherwick hat 1994 das Heatherwick Studio gegründet, um die Erfahrung von Designer:innen, Architekt:innen und Stadtplaner:innen an einem Ort zu bündeln. Das Büro arbeitet aktuell an rund 30 Projekten in zehn Ländern; darunter das 1000 Bäume-Projekt in Shanghai und die Google Headquarter in Kalifornien und London.

Andrew Murphy ist Operativer Geschäftsführer der John Lewis Partnership, einem britischen Unternehmen, dass verschiedene Kaufhäuser und Supermärkte sowie Banken- und Finanzdienstleistungen und andere einzelhandelsbezogene Aktivitäten betreibt. Er ist zudem Mitglied des geschäftsführenden Ausschusses von John Lewis Partnership und berichtet der Vorsitzenden Sharon White. Andrew verantwortet die Bereiche Technologie, Immobilien, Lieferkettennetzwerk und Kundenzahlung. Zudem ist er im Vorstand von Clicklink, einem der führenden Anbieter für eFulfilment-Logistik in der UK.

Ewa Westermark ist Architektin und Partnerin bei Gehl. Ihr Fokus liegt in der Beratung von Städten zur qualitativen Entwicklung des öffentlichen Lebens und öffentlicher Räume., Grundlage ihrer Arbeit bildet die Weiterentwicklung der Gehl-Methode und -Denkweise in den Feldern der Regionalplanung, nachhaltigen Mobilität und für innovative Viertel, kleineren Städte und suburbanen Zentren.

Moderation

Jonathan De Mello ist Spezialist für maßgeschneiderte Lösungen im Handel, dem Vertrieb von Finanzprodukten und Immobilien. Er leitet das Beratungsteam für Vertrieb und Verkauf bei CWMs und führt diverse Beratungsprojekte zum strategischen Vertrieb für Klienten weltweit an. Er ist zudem Mitglied im KPMG/IPSOS Retail Think Tank und tritt regelmäßig als Experte zum Handels- und Immobiliensektor in nationalen und internationalen Medien auf.

Philipp Rode ist Geschäftsführender Direktor bei LSE Cities und Dozent (Associate Professional Research Fellow) an der London School of Ecnomics and Social Science (LSE). Er ist zudem Co-Direktor des weiterbildenden Masterprogramms MSc Cities für Führungskräfte und Direktor des Urban Age Programms.