Internationale Beziehungen

Noch im Januar 2016 bezeichnete US-Präsident Barack Obama sein Land als "die mächtigste Nation der Welt". Im Ausland aber herrscht Skepsis darüber, wie gut die Weltmacht ihre Probleme bewältigen wird. Im diesjährigen Wahlkampf um den Einzug ins Weiße Haus lässt sich eine tiefe Spaltung der Gesellschaft erkennen.

Barack Obama

You don't like a particular policy or a particular president? Then argue for your position. Go out there and win an election. Push to change it. But don't break it. Don't break what our predecessors spent over two centuries building.

Barack Obama, "Remarks on the Budget Deal", 2013

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Alfred Herrhausen Gesellschaft
Unter den Linden 13/15
10117 Berlin

 

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Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit der BMW Stiftung Herbert Quandt und in Kooperation mit der U.S. Association of Former Members of Congress (USAFMC) organisiert.

Veranstaltungsdetails

26. April 2016
18:00 Uhr


Friedrichsaal, Deutsche Bank
Unter den Linden 13/15
10117 Berlin
(Eingang Charlottenstraße 37/38)


Konferenzsprache: Englisch

Die Präsidentschaftswahlen in den USA rücken näher. Gebannt blickt Europa auf die Ergebnisse der ersten Vorwahlen. Die Kandidaten beider Parteien polarisieren. Welche Bedeutung hat die bevorstehende US-Wahl für Amerikas und Europas Zukunft?

Nach den ersten Vorwahlen steht Amerikas zukünftiger Kurs noch in den Sternen. Während sich bei den Republikanern Donald Trump als Sieger in den ersten Staaten profilieren konnte, deutet sich bei den Demokraten eine Kandidatur Hillary Clintons an.

Welche Auswirkungen wird der Wahlentscheid auf die transatlantischen Beziehungen haben? Wie wird sich Amerika selbst verändern? Um die aktuellen Entwicklungen zu diskutieren und einen Blick hinter die medialen Kulissen des Vorwahlkampfes zu werfen, lud die Alfred Herrhausen Gesellschaft gemeinsam mit der BMW Stiftung Herbert Quandt zu zwei Diskussionsveranstaltungen in München und Berlin ein. Auf dem Podium saßen Mary Bono, ehemalige Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses, Republikanische Partei, und Carol Moseley Braun, ehemalige US-Senatorin, Demokratische Partei. Georg Mascolo, Leiter der Recherchekooperation von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung moderierte das Gespräch.

Carol Moseley Braun, Mary Bono, Georg Mascolo
Carol Moseley Braun und Mary Bono mit dem Moderator Georg Mascolo © Anna Schäflein

Und auch das Publikum konnte sich an der Debatte beteiligen: Während der Diskussion hatten alle Gäste die Möglichkeit, per iPod über zentrale Fragen abzustimmen.

Während sich das Publikum vor allem davon überzeugt zeigte, dass der Wahlausgang in den USA einen großen Einfluss auf die deutsch-amerikanischen Beziehungen haben werde, ging nur ein geringerer Teil von einer fundamentalen Veränderung innerhalb der USA durch die Wahlergebnisse aus. Insgesamt vermittelten Carol Moseley Braun und Mary Bono ein überraschend harmonisches Bild. Sie verwiesen auf die polarisierende Rolle der Medien in der Wahrnehmung des Vorwahlkampfes.

US-Election - Publikum
Diskussionsrunde zu den bevorstehenden US Wahlen © Anna Schäflein

So waren das TTIP Abkommen, die Rolle Putins, Bildungsreformen, der erstarkende Populismus auf beiden Seiten des Atlantiks und der Zustand westlicher Demokratien im Allgemeinen Thema der Debatte. Den sozialen Zusammenhalt innerhalb der amerikanischen Gesellschaft wieder zu stärken, sahen beide Kandidatinnen als zentrale innenpolitische Herausforderung für einen zukünftigen Präsidenten. Dazu gehöre es, die Jugend zu demokratischer Teilhabe zu inspirieren und die weiße Unterschicht wieder in die Gesellschaft zurückzuführen.

Obgleich im Publikum die Meinung vorherrschte, dass sich ein Präsident Trump negativ auf das transatlantische Verhältnis auswirken werde, überwog grundsätzlich der Optimismus: Amerika wird auch nach den Wahlen ein verlässlicher Partner bleiben – da sind sich fast zwei Drittel sicher.

Hinweis: Die Auswertung der Direktabstimmung finden Sie in unserer Infobox im Downloadbereich.

Thomas Matussek
Thomas Matussek, Geschäftsführer der Alfred Herrhausen Gesellschaft  © Anna Schäflein

Besonders unterschiedlich stellten beide jedoch die Situation ihrer Parteien in der Vorwahlphase dar. Mary Bono betonte die Uneinigkeit der Republikaner, die nur in Teilen eine Kandidatur Trumps unterstützten. Im für die Partei schlechtesten Fall könne dies zu einer Spaltung führen, die sich auch nicht durch den Akt der endgültigen Nominierung eines Kandidaten beilegen lasse Hilary Clinton hingegen, so Carol Moseley Braun, verfüge über eine solide Basis in der Partei, die sich nach einer Nominierung geschlossen hinter die gewählte Person stellen werde.

Im Zentrum standen Themen, die nicht nur zwischen Demokraten und Republikanern, sondern auch zwischen USA und Europa kontrovers diskutiert werden.

Election
Das Publikum konnte sich aktiv an der Diskussionsrunde beteiligen © Anna Schäflein

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