Deutschland

Auf dem europäischen Kontinent werden wieder Grenzen verschoben, das europäische Integrationsprojekt kriselt. In Deutschland erstarken politische Kräfte an den Rändern. Erleben wir das Ende der Gewissheiten? Die Konferenz fand am 18.09.2015 mit u.a. Ministerin Ursula von der Leyen, Anne-Marie Le Gloannec, Martin Schulz, Enrico Letta und Heinrich August Winkler statt.

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Foto Heinrich August Winkler

Das Jahr 2014 markiert eine tiefe Zäsur: Durch die völkerrechtswidrige Annexion der Krim ist die Gültigkeit der Prinzipien der Charta von Paris radikal in Frage gestellt - und mit ihr die europäische Friedensordnung, auf die sich die einstigen Kontrahenten des Kalten Krieges damals verständigt hatten.

Heinrich August Winkler, Professor für Neuere und Neueste Geschichte

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Alfred Herrhausen Gesellschaft
Dr. Claudia K. Huber
Senior Managerin Programm und Strategie

 

T. +49 (0)30 3407 3527
claudia-k.huber@db.com

Partner

Unsere Partner für diese Konferenz waren die Frankfurter Allgemeine Zeitung und das Institute for Strategic Dialogue.

Vor dem Hintergrund des 70. Jahrestages des Potsdamer Abkommens veranstalteten das M100 Sanssouci Colloquium und die Alfred Herrhausen Gesellschaft im September 2015 zwei Konferenzen. Das M100 Sanssouci Colloquium fand am Donnerstag, den 17. September 2015, in Potsdam statt. Am folgenden Tag lud die Alfred Herrhausen Gesellschaft im Atrium der Deutschen Bank Unter den Linden zur Konferenz „Denk ich an Deutschland“ - gemeinsam mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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NEU: Artikel "Wann, wenn nicht jetzt? Eine ehrliche Debatte über die Zukunft der EU ist überfällig“ von Dr. Claudia Huber und Thomas Matussek, Zeitschrift Internationale Politik (IP), Nov./Dez.-Ausgabe 2015
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Convoco Lecture London, Brendan Simms Gespräch über "The Paradox of German Power and Powerlessness in Europe. A Historical Perspective" (mit Thomas Matussek u.a.) Auf Vimeo ansehen

Konferenzprogramm
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Biographien der Redner
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Vor 70 Jahren wurde mit dem Potsdamer Abkommen der Grundstein für eine Ordnung auf dem europäischen Kontinent gelegt, die Frieden, Sicherheit und Wohlstand in bis dahin ungekanntem Maße ermöglichte. Doch diese Gewissheiten stehen heute in Frage.

Mit der russischen Annexion der Krim und der Unterstützung bewaffneter Separatisten in der Ostukraine werden auf dem Kontinent wieder Grenzen verschoben. Die Wirtschafts- und Finanzkrise stellt die Solidarität in der Europäischen Union auf den Prüfstand. Und auch innerhalb der deutschen Gesellschaft erstarken Kräfte, die den Grundkonsens auf die Probe stellen.
Erleben wir nun – nach Jahrzehnten der Stabilität und Ordnung – das Ende der Gewissheiten? Die siebte „Denk ich an Deutschland“ Konferenz am 18. September 2015 diskutierte in drei Themenblöcken die aktuellen Entwicklungen.

Atrium

Die Denk ich an Deutschland-Konferenz 2015 versammelt zum siebten Mal kluge Köpfe aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft

Nach dem Ende des europäischen Friedens

Der Konsens über die Unantastbarkeit nationaler Grenzen in Europa löst sich auf. „Das 21. Jahrhundert wird schlimmer werden als das 20.“, sagte Anne-Marie Le Gloannec, Director of Research an der Sciences Po, Paris, „wir bereiten uns besser darauf vor, Sicherheiten zu unserer Verteidigung zu haben.“ Aber wie kann die internationale Gemeinschaft beispielsweise auf Putins geopolitische Herausforderung reagieren? Deren Tragweite verdeutlichte der ukrainische Parlamentarier Mustafa Nayyem: „What are we going to do – solve the problem, or satisfy Russia?”, fragte er und appellierte: „We as Ukrainians call to the world: Don’t be hostages to Russian strategy!”. Sergey Karaganov, Honorary Chairman, Presidium of the Council on Foreign and Defense Policy, plädiert aus russischer Perspektive: „We should create an international system with a complete ban on export of value systems.” Elmar Brok, Abgeordneter sowie Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments, betonte, dass mit den Sanktionen gegen Russland ein bedeutender Schritt in Richtung einheitliches außenpolitisches Handeln im Europa der 28 gelungen wäre.

Panel 1

Panel 1: From Potsdam to Minsk - The End of the Post-War Order
Elmar Brok, Abgeordneter sowie Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments, Jackson Janes, Präsident des American Institute for Contemporary German Studies, Johns Hopkins University, Sergey Karaganov, Honorary Chairman, Presidium of the Council on Foreign and Defense Policy, Anne-Marie Le Gloannec, Director of Research, Sciences Po Paris, Mustafa Nayyem, Abgeordneter, Ukrainisches Parlament, Moderation: Wolfgang Ischinger, Vorsitzender, Münchner Sicherheitskonferenz

An „ever closer Union“?

„Heute ist Europa für viele nicht mehr das Versprechen für mehr, sondern für weniger“, sagte Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments. Zerbricht der Werteraum Europa an der Unfähigkeit, seine Wohlstandsversprechen einzulösen? Enrico Letta, Dekan der Paris School of International Affairs, Sciences Po und ehemaliger Ministerpräsident Italiens, sagt: „The monetary union works, it is the economic union that does not work.“ Die EU sei unpopulär und auch uneffektiv. Eine weitere Integration sei notwendig. Hierfür sei, so bemerkte Shahin Vallee, Senior Economist beim Soros Fund Management und ehemaliger Berater der französischen Regierung, das Übertragen von Souveränität und von Entscheidungsrechten auf die Europäische Union nötig. Für Offenheit gegenüber Veränderungen innerhalb der EU sprach sich Jorgo Chatzimarkakis aus, Präsident der Deutsch-Hellenischen Wirtschaftsvereinigung.

Martin Schulz
Interview: Europa - Ein gefesselter Riese?
Klaus-Dieter Frankenberger, Ressortleiter Außenpolitik der F.A.Z. im Gespräch mit Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments
Panel 2

Panel 2: In Good Times and in Bad - Will Europe Hold Together?
Jorgo Chatzimarkakis, Präsident der Deutsch-Hellenischen Wirtschaftsvereinigung und ehemaliger Abgeordneter, Europäisches Parlament (FDP), Henrik Enderlein, Professor für politische Ökonomie und Vize-Dekan, Hertie School of Governance, und Direktor, Jacques Delors Institut – Berlin, Enrico Letta, Dekan, Paris School of International Affairs, Sciences Po und ehemaliger Ministerpräsident Italiens, Baroness Pauline Neville-Jones, Member of the House of Lords, Shahin Vallée, Senior Economist, Soros Fund Management; ehemaliger Wirtschaftsberater der französischen Regierung, Moderation: Katinka Barysch, Direktorin für Political Relations, Allianz SE

Panel 3

Panel 3: Deutschland: Das Ende des Großen Konsenses?
Dietmar Bartsch, Abgeordneter, Deutscher Bundestag, DIE LINKE, Frank Richter, Direktor, Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Jens Spahn, Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, CDU, Peer Steinbrück, Abgeordneter, Deutscher Bundestag, SPD, Moderation: Jürgen Kaube, Herausgeber, F.A.Z.

Die Auflösung der deutschen Konsensgesellschaft

Und Deutschland? Noch nie waren die Deutschen wohlhabender, und doch waren sie selten so unzufrieden. Vom Erfolg der AfD bis zur Pegida-Bewegung: Globalisierungsangst, Fremdenfeindlichkeit und die Furcht vor sozialem Abstieg nähren eine fundamentale Institutionenkritik. „Wir unterschätzen, welcher Anstrengung es bedarf, um das deutsche Wohlstandsniveau zu halten“, sagte Peer Steinbrück, SPD-Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Gab es in der Vergangenheit zu viel Konsens? Dietmar Bartsch, Bundestagsabgeordneter der Linken, vermisste in den letzten Jahren die notwendigen, großen Debatten. Für Mut zur Vielfalt im politischen Diskurs plädierte auch Jens Spahn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Bundestagsabgeordneter und Präsidiumsmitglied der CDU.

Paul Achleitner, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Thomas Matussek
Paul Achleitner, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Thomas Matussek

Welche Rolle kann und sollte Deutschland in der Zukunft spielen?

Bundesministerin der Verteidigung Ursula von der Leyen sprach sich in ihrer einführenden Keynote angesichts der Flüchtlingssituation ausdrücklich für ein offenes Deutschland aus: „Wenn wir es richtig machen, werden wir in 20 Jahren sagen: Dies war eine enorme Bereicherung für unsere alternde Gesellschaft.“ Das Festhalten an den eigenen Werten und Regeln sei hierfür wesentlich. Das Image der Deutschen habe sich von der Griechenlandkrise zur Flüchtlingskrise komplett gewandelt, sagte Jorgo Chatzimarkakis. Werden die Deutschen vielleicht, wie der Soziologe Heinz Bude meint, die „Amerikaner Europas - gefürchtet, beneidet, und bewundert“? Zumindest kann Deutschlands Handeln im Moment auch inspirieren, wie Enrico Letta sagte: „We need to do for the EU what Angela Merkel did in the refugee crisis – with leadership and vision.”

Heinz Bude

Zwischenruf: Verräter und Lügenpresse – Die Erosion des Vertrauens in demokratische Institutionen
Heinz Bude, Soziologe, Universität Kassel

"Denk ich an Deutschland" ist eine Konferenzreihe der Alfred Herrhausen Gesellschaft in Partnerschaft mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In diesem Jahr fand die Konferenz auch in Kooperation mit dem Institute for Strategic Dialogue statt.
Lord Green

Keynote: Reluctant Meister - How Germany's past is shaping its European future
Lord Stephen Green, Member of the House of Lords

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Dr. Claudia K. Huber
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Partner

Unsere Partner für diese Konferenz waren die Frankfurter Allgemeine Zeitung und das Institute for Strategic Dialogue.

Vor dem Hintergrund des 70. Jahrestages des Potsdamer Abkommens veranstalteten das M100 Sanssouci Colloquium und die Alfred Herrhausen Gesellschaft im September 2015 zwei Konferenzen. Das M100 Sanssouci Colloquium findet am  Donnerstag, 17. September 2015, in der Orangerie von Sanssouci in Potsdam statt. Am folgenden Tag lud die Alfred Herrhausen Gesellschaft im Atrium der Deutschen Bank Unter den Linden zur Konferenz „Denk ich an Deutschland“ - gemeinsam mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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Konferenzprogramm
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Biographien der Redner
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Denk ich an Deutschland 2015
Programm

 Tagesmoderation: Ursula Weidenfeld, Journalistin

08:30

Registrierung

09:00

Eröffnung

Thomas Matussek, Geschäftsführer, Alfred Herrhausen Gesellschaft

09:05

Begrüßung

Berthold Kohler, Herausgeber, Frankfurter Allgemeine Zeitung

09:10

Einleitende Worte

Paul Achleitner, Aufsichtsratsvorsitzender, Deutsche Bank und Kuratoriumsvorsitzender, Alfred Herrhausen Gesellschaft

09:25

Keynote: Was hält den Westen zusammen?

Heinrich August Winkler, Historiker

Das Redemanuskript hier als Download

09:50

Keynote: Wie den "Westen" verteidigen?

Ursula von der Leyen, deutsche Bundesministerin der Verteidigung

Das Redemanuskript hier als Download

10:15

Kaffeepause

10:45

NACH DEM ENDE DES EUROPÄISCHEN FRIEDENS

10:50

Panel 1: From Potsdam to Minsk - The End of the Post-War Order

Elmar Brok, Abgeordneter sowie Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments
Jackson Janes, Präsident des American Institute for Contemporary German Studies, Johns Hopkins University
Sergey Karaganov, Honorary Chairman, Presidium of the Council on Foreign and Defense Policy
Anne-Marie Le Gloannec, Director of Research, Sciences Po Paris
Mustafa Nayyem, Abgeordneter, Ukrainisches Parlament

Moderation: Wolfgang Ischinger, Vorsitzender, Münchner Sicherheitskonferenz

11:50

Zwiegespräch:
USA and Russia: Still European Powers?

Gerhard Casper, Präsident, American Academy in Berlin
Fyodor Lukyanov, Chefredakteur, Russia in Global Affairs

Moderation: Thomas Matussek, Geschäftsführer, Alfred Herrhausen Gesellschaft

12:15

Mittagessen

13:15

AN EVER CLOSER UNION - MIT 28 MITGLIEDERN?

 

13:20

Interview:
Europa: Ein gefesselter Riese?

Martin Schulz, Präsident, Europäisches Parlament

Interviewt von: Klaus-Dieter Frankenberger, Ressortleiter für Außenpolitik, Frankfurter Allgemeine Zeitung

13:45

Panel 2: In Good Times and in Bad - Will Europe Hold Together?

Jorgo Chatzimarkakis, Präsident der Deutsch-Hellenischen Wirtschaftsvereinigung und ehemaliger Abgeordneter, Europäisches Parlament (FDP)
Henrik Enderlein, Professor für politische Ökonomie und Vize-Dekan, Hertie School of Governance, und Direktor, Jacques Delors Institut - Berlin
Enrico Letta, Dekan, Paris School of International Affairs, Sciences Po und ehemaliger Ministerpräsident Italiens
Baroness Pauline Neville-Jones, Member of the House of Lords
Shahin Vallée, Senior Economist, Soros Fund Management; ehemaliger Wirtschaftsberater der französischen Regierung

Moderation: Katinka Barysch, Direktorin für Political Relations, Allianz SE

14:45

Kaffepause

15:15

DIE AUFLÖSUNG DER DEUTSCHEN KONSENSGESELLSCHAFT

 

15:20

Zwischenruf:
Verräter und Lügenpresse – Die Erosion des Vertrauens in demokratische Institutionen

Heinz Bude, Soziologe, Universität Kassel

15:35

Panel 3: Deutschland: Das Ende des Großen Konsenses?

Dietmar Bartsch, Abgeordneter, Deutscher Bundestag, DIE LINKE
Frank Richter, Direktor, Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung
Jens Spahn, Bundestagsabgeordneter und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, CDU
Peer Steinbrück, Abgeordneter, Deutscher Bundestag, SPD

Moderation: Jürgen Kaube, Herausgeber, Frankfurter Allgemeine Zeitung

16:35

Keynote:
Reluctant Meister - How Germany's past is shaping its European future

Lord Stephen Green, Member of the House of Lords

Das Redemanuskript hier als Download

17:00

Schlusswort

Thomas Matussek, Geschäftsführer, Alfred Herrhausen Gesellschaft

17:05

Ende der Konferenz

Denk ich an Deutschland 2015
Redner

Paul Achleitner

Paul Achleitner

ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Deutsche Bank AG.
Paul Achleitner studierte an der Universität St. Gallen, wo er promovierte, und der Harvard Business School. Nach vier Jahren bei der Unternehmensberatung Bain & Company in Boston wechselte er 1988 zur Investmentbank Goldman Sachs. Dort war er nach Stationen in New York und London von 1994 bis 1999 Resident Partner in Frankfurt. In den Jahren 2000 bis 2012 war Paul Achleitner Finanzvorstand der Allianz SE. Im Mai 2012 wurde er zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Bank berufen.
Neben dem Vorsitz des Aufsichtsrats der Deutschen Bank nimmt Paul Achleitner Aufsichtsratsmandate bei der Bayer AG und Daimler AG wahr, zudem ist er Mitglied des Gesellschafterausschusses der Henkel AG & Co. KGaA. Er ist Kuratoriumsvorsitzender der Alfred Herrhausen Gesellschaft. Seit 2001 ist er Honorarprofessor und hat einen Lehrauftrag an der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar.
Als gebürtiger Österreicher erhielt er 2004 das Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich und wurde 2013 vom Auslandsösterreicher-Weltbund als Auslandsösterreicher des Jahres geehrt.
Dietmar Bartsch

Dietmar Bartsch

ist ein deutscher Politiker (Die Linke) und Bundestagsabgeordneter.
Aufgewachsen in der DDR, studierte Dietmar Bartsch nach seinem Wehrdienst in der Nationalen Volksarmee von 1978 bis 1983 Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule für Ökonomie in Berlin-Karlshorst. Von 1986 bis 1990 studierte er an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der KPdSU in Moskau, wo er 1990 zum Dr. oec. promovierte. Anschließend wurde er Geschäftsführer des Verlages Junge Welt, für den er bereits vor seinem Studium in Moskau gearbeitet hatte. Von Mai 2004 bis Dezember 2005 war Dietmar Bartsch Geschäftsführer der Tageszeitung „Neues Deutschland“.
Dietmar Bartsch wurde 1977 Mitglied der SED. Von 1991 bis 1997 war Bartsch dann Bundesschatzmeister der PDS und von 1997 bis 2002 sowie von 2005 bis 2007 Bundesgeschäftsführer der PDS. Von 2007 bis 2010 war Dietmar Bartsch Bundesgeschäftsführer der Partei Die Linke. Er war von 1998 bis 2002 und ist erneut seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. Seit Januar 2010 ist Dietmar Bartsch stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag.
Im Juni 2014 trat er dem Forum Demokratischer Sozialismus bei. Nachdem Gregor Gysi, der bisherige Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke, im Juni 2015 seinen Rücktritt angekündigt hatte, erklärte Dietmar Bartsch sich dazu bereit, gemeinsam mit Sahra Wagenknecht in einer Doppelspitze Gysis Nachfolge anzutreten.
Katinka Barysch

Katinka Barysch

ist Direktorin für Political Relations bei der Allianz SE München.
Nach ihrem Wirtschaftsstudium arbeitete sie als Analystin und Redakteurin für die Economist Intelligence Unit in London sowie als Beraterin in Brüssel. Von 2002 bis 2013 war sie zunächst Chefvolkswirtin, dann stellvertretende Direktorin des Centre for European Reform (CER), einem unabhängigen Thinktank in London. Zeitgleich arbeitete sie als Beraterin für die Europäische Kommission, verschiedene nationale Regierungen, das House of Lords sowie in der Privatwirtschaft. Sie ist Autorin mehrerer Monographien und zahlreicher Fachveröffentlichungen und war eine der meistgefragten Medienkommentatorinnen zu Europafragen in Großbritannien.
Im September 2013 wechselte sie zur Allianz SE, wo sie in der Economic-Research-Abteilung für wirtschaftspolitische Fragen und geopolitische Risiken zuständig ist.
Sie ist Young Global Leader des Weltwirtschaftsforums, stellvertretende Vorsitzende des Global Agenda Council on Europe, David Rockefeller Fellow der Trilateralen Kommission und Beraterin des Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz.
Elmar Brok

Elmar Brok

ist ein deutscher CDU-Politiker sowie Abgeordneter des Europäischen Parlaments und Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses.
Nach seinem Studium der Rechts- und Politikwissenschaft in Edinburgh war Elmar Brok zunächst als Rundfunk- und Zeitungsjournalist tätig. Später wurde er Europabeauftragter des Vorstandes der Bertelsmann AG und von 2004 bis 2011 Senior Vice President Media Development für den Konzern.
Er engagierte sich zunächst in der Jungen Union und war von 1973 bis 1981 stellvertretender Bundesvorsitzender. Seit 1994 gehört er dem Landesvorstand der CDU in Nordrhein-Westfalen und seit 2004 dem CDU-Bundesvorstand an. Seit 1989 leitet er den CDU-Bundesfachausschuss Außen-, Sicherheits- und Europapolitik.
1980 wurde er ins Europäische Parlament gewählt. Er ist außenpolitischer Koordinator der Europäischen Volkspartei (EVP) und gehört dem EVP-Vorstand an. Von 1999 bis 2008 war er und seit 2012 ist er wieder Vorsitzender des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten des Europäischen Parlaments. Er ist zudem Mitglied im Ausschuss für konstitutionelle Angelegenheiten und stellvertretendes Mitglied im Europaausschuss des Deutschen Bundestages. Das Europäische Parlament hat er bei den Regierungskonferenzen für die Verträge von Amsterdam, Nizza und Lissabon vertreten.
Elmar Brok wurde für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2009 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz sowie dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, dazu dem Gregorius-Orden durch Papst Johannes Paul II.
Heinz Bude
Copyright: Hamburger Edition, Fotograf Bodo Dretzke

Heinz Bude

ist Professor für Soziologie an der Universität Kassel.
Nach seinem Diplom in Soziologie arbeitete er zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin, danach als Projektmitarbeiter der Deutschen Forschungsgemeinschaft und selbständiger Sozialforscher.
1986 promovierte er zum Dr. phil., 1994 folgte seine Habilitation. 1996 war er als Visiting Scholar am Center for European Studies der Cornell University.
Von 1992 bis 1997 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung und von 1997 bis 2014 dort Leiter des Bereichs »Die Gesellschaft der Bundesrepublik«. Seit 2000 hat er die Professur für Makrosoziologie an der Universität Kassel inne. Er ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.
Casper

Gerhard Casper

ist Präsident der American Academy in Berlin.
Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg, der Yale University und der Albert‐Ludwigs‐Universität Freiburg wurde er 1964 mit einer Arbeit zum Thema „Juristischer Realismus und politische Theorie im amerikanischen Rechtsdenken“ promoviert.
Von 1964 an lehrte und forschte er in den USA, zunächst als Assistenzprofessor für Politikwissenschaften an der University of California, Berkeley, dann als Professor für Jura und Politikwissenschaften an der University of Chicago, deren Provost er zwischen 1989 und 1992 war. Von 1992 bis 2000 war Casper Präsident der Stanford University, zwischen 2001 und 2015 lehrte er dort im Fach Jura. Seit Juli 2015 ist Gerhard Casper der Präsident der American Academy in Berlin.
Er hat mehrere Ehrendoktorate erhalten, unter anderem von der Yale University, der Universität Uppsala und der Handelshochschule Leipzig. Gerhard Casper ist Mitglied der American Academy of Arts and Sciences und der American Philosophical Society.
Jorgo Chatzimarkakis

Jorgo Chatzimarkakis

ist ein deutsch-griechischer Politiker und Präsident der Deutsch-Hellenischen Wirtschaftsvereinigung.
Nach seinem Studium der Agrar- und Politikwissenschaften mit den Nebenfächern Wirtschaftsgeschichte sowie Völker- und Europarecht an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn arbeitete er zwischen 1993 und 1996 als wissenschaftlicher Referent der Bundestagsabgeordneten Cornelia von Teichman und Logischen sowie als Büroleiter von Helmut Schäfer im Deutschen Bundestag.
Von 1996 bis 1998 war er Mitglied des Planungsstabs des Auswärtigen Amtes. 1999 wechselte er zur Unternehmensberatung „polit data concept“, deren Geschäftsführender Gesellschafter er bis 2004 war. Von 1997 bis 2001 hatte er zudem einen Lehrauftrag an der Universität Duisburg im Fachbereich Europapolitik, von 2002 bis 2008 einen Lehrauftrag an der Universität des Saarlandes im Fachbereich Informationswissenschaft.
Von 1995 bis 2011 war er Mitglied im Bundesvorstand der FDP und im Rat der Europäischen Liberalen, Demokratischen und Reformpartei (ELDR). Von 2002 bis 2010 war er Generalsekretär des FDP-Landesverbandes Saarland. 2004 wurde er als Abgeordneter ins Europäische Parlament gewählt. Im Juni 2012 gründete er in Brüssel den Abgeordnetenkreis „Friends of Greece“. Anfang 2014 trat er aus der FDP aus und gründete im Januar 2014 in Griechenland die Partei Hellenische Europabürger.
Im November 2004 wurde er zum Präsidenten der Deutsch-Hellenischen Wirtschaftsvereinigung gewählt. 2009 wurde er Vize-Präsident der World Hellenic Inter-Parliamentary Association (WHIA).
Henrik Enderlein

Henrik Enderlein

ist Professor für Politische Ökonomie und Vizedekan an der Hertie School of Governance und Direktor des Jacques Delors Instituts in Berlin.
Nach dem Studium der Politik- und Wirtschaftswissenschaften an der Sciences-Po in Paris und an der Columbia University in New York promovierte er in Politikwissenschaft am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Von 2001 bis 2003 war er als Ökonom bei der Europäischen Zentralbank in Frankfurt beschäftigt, ehe er 2003 Juniorprofessor für Wirtschaftswissenschaften an der Freien Universität Berlin wurde.
2005 wurde er als Professor in die Gründungsfakultät der Hertie School of Governance in Berlin berufen. Seine Forschung konzentriert sich auf die Bereiche Wirtschaftspolitik, Europäische Währungsintegration, Fiskalförderalismus, Finanzmärkte und Finanzmarktkrisen. 2006 bis 2007 war er Fulbright-Ehrenprofessor an der Duke University in den USA und 2012 bis 2013 Pierre-Keller-Gastprofessor an der Harvard Kennedy School und dem Weatherhead Center for International Affairs. Er ist Träger der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft.
Klaus-Dieter Frankenberger
Copyright: F.A.Z. Wonge Bergmann

Klaus-Dieter Frankenberger

ist Ressortleiter für Außenpolitik bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Nach seinem Studium der Amerikanistik, Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft in Frankfurt war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Nordamerika-Forschung der Universität Frankfurt. Zwischen 1985 und 1986 war er Congressional Fellow und Assistent eines Abgeordneten des US-amerikanischen Repräsentantenhauses.
Seit September 1986 ist er Mitglied der politischen Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Seine Schwerpunktthemen sind die Vereinigten Staaten sowie europäische, atlantische und internationale Politik. Seit Beginn des Jahres 2001 leitet er das Ressort Außenpolitik.
1990 war er Marshall Fellow an der Harvard-Universität und 2008 Medienpreisträger der Steuben-Schurz-Gesellschaft. Bis zum Frühjahr 2015 war er Mitglied der Trilateralen Kommission.
Stephen Green

Stephen Green

ist Mitglied des britischen House of Lords.
Nach seinem Studium an der University of Oxford und dem Massachusetts Institute of Technology arbeitete er zunächst im britischen Entwicklungshilfeministerium, bevor er 1977 zum Beratungsunternehmen McKinsey wechselte.
1982 wechselte er zur Hongkong and Shanghai Banking Corporation (HSBC), wo er 1992 Group Treasurer, 2003 CEO und 2005 schließlich Group Chairman wurde.
2010 wurde sein Eintritt in das House of Lords bekanntgegeben. Zwischen 2011 und 2013 diente er als Minister of State for Trade and Investment der britischen Regierung. Derzeit dient er als Mitglied des House-of-Lords-Sonderausschusses für die Europäische Union. Er führt den Vorsitz des internationalen Beratungsausschusses der Britischen Handelskammer. Er leitet zudem das Naturkundemuseum in London.
Wolfgang Ischinger

Wolfgang Ischinger

ist Botschafter und Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz. Seit 2015 lehrt er als Senior Professor für Security Policy und Diplomatic Practice an der Hertie School of Governance in Berlin.
Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und des Völkerrechts war er zunächst im Kabinett des UN-Generalsekretärs Kurt Waldheim tätig, bevor er 1975 in den Auswärtigen Dienst eintrat.
Er war unter anderem in den Botschaften in Washington, D. C. und Paris tätig und fungierte von 1982 bis 1990 als enger Mitarbeiter des damaligen Bundesaußenministers Genscher. 1993 bis 1998 war er Leiter des Planungsstabs und dann Politischer Direktor, von 1998 bis 2001 Staatssekretär des Auswärtigen Amts. Von 2001 bis 2006 war Wolfgang Ischinger Botschafter in den USA, von 2006 bis 2008 im Vereingten Königreich. 2008 übernahm er den Vorsitz der Münchner Sicherheitskonferenz. Von 2008 bis 2015 war er Generalbevollmächtigter der Allianz SE, München.
Botschafter Ischinger vertrat 2007 die EU in den Troika-Verhandlungen über den Kosovo und 2014 die OSZE bei den Bemühungen um nationalen Dialog in der Ukraine. Zurzeit ist er Vorsitzender des von der OSZE eingesetzten „Panel of Eminent Persons“ zur Stärkung der europäischen Sicherheitsarchitektur. Er ist unter anderem Mitglied des Aufsichtsrats der Allianz Deutschland AG sowie des European Advisory Council von Investcorp, London/New York. Zudem übernimmt Wolfgang Ischinger zentrale Funktionen in diversen außen- und sicherheitspolitischen Organisationen. 2008 erhielt er die Leo-Baeck-Medaille, 2009 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Jackson Janes

Jackson Janes

ist Präsident des American Institute for Contemporary German Studies an der Johns Hopkins University in Washington, D. C.
Nach seinem Soziologie-Studium an der Colgate University und der Divinity School der University of Chicago promovierte Jackson Janes in Internationalen Beziehungen an der Claremont Graduate School in Kalifornien. Er hat außerdem an den Universitäten Freiburg, Gießen und Tübingen studiert und doziert.
Von 1977 bis 1980 war er Direktor des Deutsch-Amerikanischen Instituts in Tübingen; von 1980 bis 1985 leitete er das europäische Büro des German Marshall Fund in Bonn. Zwischen 1986 und 1988 war er Direktor für Programmentwicklung am University Center for International Studies an der University of Pittsburgh, bevor er 1989 dem American Institute for Contemporary German Studies (AICGS) an der Johns Hopkins University in Washington, D. C. beitrat.
Zwischen 1999 und 2000 war er zudem Vorsitzender des Programmes für deutschsprachige Regionen in Europa am Foreign Service Institute in Washington, D. C. sowie von 2005 bis 2010 Präsident der International Association for the Study of German Politics. Er ist Mitglied des Council on Foreign Relations, des International Institute for Strategic Studies und des Atlantic Council der USA. Er ist Kuratoriumsmitglied des American Jewish Committee, der Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik, der Robert Bosch Stiftung und des American Bundestag Intern Network. Er ist zudem Vorstandsmitglied der Deutsch-Amerikanischen Fulbright-Kommission.
2005 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.
Sergey Karaganov

Sergey Karaganov

ist Vorsitzender des Council on Foreign and Defense Policy.
Als Politikwissenschaftler hat Sergey Karaganov als Mitglied des Präsidialrats des Präsidenten Boris Jelzin und als Berater der Regierung von Präsident Wladimir Putins gedient, darüber hinaus hat er diverse russische Banken und Unternehmen beraten. Er ist Gründer und war von 1989 bis 2009 stellvertretender Direktor des Europäischen Instituts an der Russischen Akademie der Wissenschaften. Seit 1991 ist er Mitglied des Außenpolitikrats des russischen Außenministeriums und seit 1993 Mitglied des akademischen Beratungsgremiums des Russischen Sicherheitsrats. Seit 1992 ist Sergey Karaganov Vorsitzender des russischen Rats für Außen- und Verteidigungspolitik (Council on Foreign and Defense Policy – CFDP).
Von 1995 bis 2005 war er Kuratoriumsmitglied des amerikanischen Council on Foreign Relations und von 2007 bis 2010 Kuratoriumsmitglied der UniCredit Group. Von 1992 bis 1997 war er Vorstandsmitglied bei Gazprom-Media; von 1998 bis 2014 diente er als dreijähriges Mitglied der Trilateralen Kommission.
Sergey Karaganov ist Dekan der Fakultät für Weltwirtschaft und Internationale Angelegenheiten an der National Research University – Higher School of Economics.
Jürgen Kaube
Copyright: F.A.Z. Wonge Bergmann

Jürgen Kaube

ist Journalist und Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Nach seinem Studium der Philosophie, Germanistik, Kunstgeschichte und Wirtschaftswissenschaften an der Freien Universität Berlin führte ihn eine Hochschulassistenz kurzzeitig nach Bielefeld.
Seit 1992 war er regelmäßig für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung tätig. 1999 trat er in die Redaktion ein, zunächst als Berliner Korrespondent und seit September 2000 in Frankfurt. Als zuständiger Redakteur für Wissenschafts- und Bildungspolitik wurde er im August 2008 Ressortleiter für die „Geisteswissenschaften“ und 2012 für „Neue Sachbücher“ sowie stellvertretender Leiter des Feuilletons.
Seit 2015 ist er Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Berthold Kohler
Copyright: F.A.Z. Wolfgang Eilmes

Berthold Kohler

ist Journalist und Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Nach dem Wehrdienst studierte er Politikwissenschaft an der Universität Bamberg und der London School of Economics and Political Science.
Im Anschluss an ein Volontariat bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung trat er 1989 in die politische Redaktion ein. Anfang der neunziger Jahre wurde er als Korrespondent nach Prag entsandt. Aus Prag, und später auch von Wien aus, berichtete er über die Politik der mittel- und südosteuropäischen Länder.
Seit 1999 ist er Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Anne-Marie Le Gloannec

Anne-Marie Le Gloannec

ist Forschungsdirektorin der Sciences-Po in Paris.
Nach ihrem Studium der Politikwissenschaften fungierte sie von 1997 bis 2002 als stellvertretende Direktorin des Berliner Centre Marc Bloch. Sie hat an der Johns Hopkins University in Bologna, der Université de Paris 1, der Freien Universität Berlin, der Luiss-Guido-Carli-Universität in Rom, sowie an den Universitäten Viadrina, Stuttgart und Köln unterrichtet. Im Mai und Juni 2015 war sie als Fellow am Nobel-Institut in Oslo.
Sie ist derzeit Dozentin und Forschungsdirektorin am internationalen Forschungszentrum der Sciences-Po in Paris mit den Forschungsschwerpunkten transatlantische Beziehungen, Sicherheit, Global Governance und Europäische Union.
Anne-Marie Gloannec ist Vorstandsmitglied des Dahrendorf Forum der LSE und der Hertie School of Governance sowie Associate Researcher am European Policy Center in Brüssel.
Enrico Letta

Enrico Letta

ist Dekan der Paris School of International Affairs, Sciences Po sowie ehemaliger Ministerpräsident Italiens.
Nach seinem Studium der Politikwissenschaften in Pisa und seiner Promotion an der Sant' Anna School of Advanced Studies begann Enrico Letta seine politische Karriere in der Partei Christliche Demokratie. Von 1991 bis 1995 war er Präsident der Jugend der Europäischen Volkspartei.
Zwischen 1993 und 1994 arbeitete Letta als Stabsleiter für den damaligen Außenminister Andreatta. 1994 trat er der Italienischen Volkspartei (Partito Popolare Italiano – PPI) bei. Nachdem er von 1996 bis 1997 als Generalsekretär des Euro-Ausschusses im italienischen Haushaltsministerium diente, wurde er von 1997 bis 1998 stellvertretender Vorsitzender der PPI. 1998 wurde er zum Minister für Europaangelegenheiten ernannt, 1999 zum Industrieminister. 2001 wurde er in die italienische Abgeordnetenkammer gewählt. 2004 wurde er zum Abgeordneten des Europäischen Parlaments gewählt, wo er Mitglied der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa war und im Ausschuss für Wirtschaft und Währung saß. 2006 kehrte er zurück ins italienische Parlament und wurde Staatssekretär beim Ministerratspräsidium im Kabinett Prodi II.
Im April 2013 wurde er Italiens Ministerpräsident und bildete die erste Regierung in der Geschichte der Italienischen Republik, die Vertreter aller wichtigen größeren politischen Strömungen, die zur Wahl angetreten waren, einschloss. Im Februar 2014 trat er von seinem Posten zurück. Er ist weiterhin Mitglied des italienischen Parlaments.
Er leitet den Think Tank Agenzia di Ricerche e Legislazione (AREL), ist Mitglied des Europäischen Komitees der Trilateralen Kommission sowie Vizepräsident des Aspen Institute Italia.
Fyodor Lukyanov

Fyodor Lukyanov

ist Chefredakteur der russisch-amerikanischen Publikation „Russia in Global Affairs“ und Präsidiumsvorsitzender des russischen Council on Foreign and Defense Policy. Er ist Research Professor an der Higher School of Economics in Moskau und Akademischer Direktor des International Valdai Discussion Club.
Er hat als Journalist und politischer Analyst für verschiedene russische und internationale Zeitungen, Fernsehsender und Radiosender gearbeitet. Fyodor Lukyanow ist weiterhin einer der bekanntesten Kommentatoren zu russischer Außenpolitik und schreibt Beiträge für diverse Medien in den USA, Europa und China. Seine monatliche Kolumne „Geopolitics“ erscheint in der russischen Ausgabe der Zeitschrift „Forbes“.
Seit 2002 ist er Chefredakteur von „Russia in Global Affairs“, einer politischen Zeitschrift, die in Kooperation mit der amerikanischen Zeitschrift Foreign Affairs herausgegeben wird und die Artikel sowohl in russischer als auch in englischer Sprache veröffentlicht. Er ist zudem Präsidiumsvorsitzender des russischen Council on Foreign and Defense Policy, einer unabhängigen Organisation von Experten für außenpolitische Angelegenheiten. Für seinen Beitrag zum internationalen Journalismus ist er von der russischen Regierung ausgezeichnet worden. 2015 war er Richard von Weizsäcker Fellow der Robert Bosch Academy.
Thomas Matussek

Thomas Matussek

ist Botschafter a. D. und Geschäftsführer der Alfred Herrhausen Gesellschaft.
Nach einem Studium in Jura und Geschichte in Bonn und Paris trat er 1975 in den Auswärtigen Dienst ein. Nach ersten Stationen in Bonn und London arbeitete er im Bundeskanzleramt unter Helmut Schmidt mit dem Zuständigkeitsbereich Europa; nach weiteren diplomatischen Stationen in Neu-Delhi und Lissabon leitete er von 1991 bis 1992 das Ministerbüro von Außenminister Genscher. Anschließend war er Leiter des Leitungsstabes von Außenminister Kinkel.
Von 1994 bis 1999 war er Gesandter und Ständiger Vertreter des deutschen Botschafters in Washington. Als Generaldirektor leitete er von 1999 bis 2002 die Politische Abteilung des Auswärtigen Amtes mit Zuständigkeiten für Nahost, Asien, Afrika und Lateinamerika. 2001 organisierte er die Petersberg-Konferenz zur Staatsgründung des neuen Afghanistans. Von 2002 bis 2006 war er deutscher Botschafter in London, von 2006 bis 2009 Deutschlands Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen in New York. Von 2009 bis 2011 war Thomas Matussek deutscher Botschafter in Neu-Delhi.
Im November 2011 wechselte er zur Deutschen Bank, wo er seit 2013 Geschäftsführer der Alfred Herrhausen Gesellschaft ist.
Mustafa Nayyem

Mustafa Nayyem

ist ukrainischer Parlamentsabgeordneter und Journalist.
Ursprünglich aus Afghanistan stammend, begann er nach seinem Studium der Technik und Raumfahrtingenieurwissenschaften am Kiev Polytechnic Institute ab 2005 als Journalist für diverse ukrainische Medien zu arbeiten.
Er war als Reporter für die Zeitungen „Kommersant Ukraine“ und „Ukrayinska Pravda“ tätig sowie für die Polit-Fernsehtalkshow Shuster LIVE und den Fernsehsender TVi. Er ist zudem Teil der ukrainischen Journalistenbewegung gegen Zensur, außerdem setzt er sich gegen Rassismus und Xenophobie in der Ukraine ein. Gemeinsam mit einer Gruppe von Journalisten gründete er 2013 das Webprojekt Hromadske TV und leistete über seine Facebook-Aufrufe einen wesentlichen Beitrag zu den Euromaidan-Protesten, die letztendlich zum Sturz des ukrainischen Präsidenten Janukowytsch geführt haben.
Bei den ukrainischen Parlamentswahlen im Oktober 2014 wurde Mustafa Nayyem über die Liste des Petro-Poroshenko-Blocks zum Abgeordneten gewählt. Er ist Mitglied des Europäischen Integrationskomitees des ukrainischen Parlaments.
Pauline Neville-Jones

Pauline Neville-Jones

ist konservatives Mitglied des britischen House of Lords.
Nachdem sie 1963 in den britischen auswärtigen Dienst eingetreten war, bekleidete sie zunächst verschiedene Positionen im Foreign and Commonwealth Office, in den Hochkommissariaten in Rhodesien und Singapur sowie an der Botschaft in Washington, D. C. Zwischen 1977 und 1982 diente sie zunächst als stellvertretende Kabinettschefin und dann als Kabinettschefin des damaligen europäischen Kommissars für Finanzplanung und Haushalt Christopher Tugendhat.
Zwischen 1983 und 1987 war sie Leiterin des Politischen Planungsstabes im Außenministerium, von 1988 bis 1991 Leiterin der Wirtschaftsabteilung an der britischen Botschaft in Deutschland, von 1991 bis 1994 Stellvertretende Unterstaatssekretärin für Übersee- und Verteidigungspolitik im Cabinet Office und zugleich zwischen 1993 und 1994 Vorsitzende des Vereinigten Komitees für die Nachrichtendienste. Von 1994 bis 1996 war Baroness Neville-Jones Politische Direktorin des Foreign and Commonwealth Office und leitete die britische Delegation bei den Bosnien-Friedensgesprächen in Dayton. Nach ihrem Ausscheiden aus dem Auswärtigen Dienst 1996 wurde Baroness Neville-Jones zur Dame Commander des Order of St. Michael and St. George berufen. Von 1996 bis 2000 war sie Geschäftsführerin der britischen NatWest-Gruppe und von 2003 bis 2006 Vorstandsvorsitzende der QinetiQ Group. Von 1998 bis 2005 war sie Rundfunkrätin beim BBC.
Seit 2006 ist Baroness Neville-Jones Leiterin der Gruppe der Conservative Party für nationale und internationale Sicherheitspolitik, seit 2007 Mitglied des House of Lords. Zwischen 2010 und 2011 war sie Staatsministerin für Sicherheit und Counter Terrorism im Home Office. Von 2011 bis 2014 war sie die Sonderrepräsentantin für die Sicherheit der Cybergesellschaft des Premierministers. Derzeit führt sie den Vorsitz des beratenden Ausschusses der Bank of England für Internetsicherheit.
Frank Richter

Frank Richter

ist Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.
Frank Richter ist in der DDR aufgewachsen und studierte nach seinem Wehrersatzdienst als Bausoldat von 1981 bis 1987 Philosophie und katholische Theologie in Erfurt und Neuzelle. 1987 wurde er zum Priester geweiht. Von 1987 bis 1994 arbeitete er als Kaplan und Domvikar in Dresden. Am 8. Oktober 1989 gründete er gemeinsam mit Andreas Leuschner aus einer Demonstration heraus die später so genannte Gruppe der 20, die maßgeblich zum gewaltfreien Ausgang der revolutionären Veränderungen in Dresden beitrug.
Von 1994 bis 1996 war Frank Richter Jugendseelsorger des Bistums Dresden-Meißen, anschließend von 1997 bis 2001 Pfarrer in Aue/Sachsen. Von 2001 bis 2006 arbeitete er als Referent für Religion und Ethik am Sächsischen Staatsinstitut für Bildung und Schulentwicklung; von 2006 bis 2007 als Pfarrer der alt-katholischen Gemeinde in Offenbach/Main. Von 2007 bis 2009 unterrichtete er Ethik und Latein am Gymnasium Dreieichschule Langen/Hessen, bevor er 2009 Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung wurde.
1995 wurde Frank Richter mit dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland sowie mit dem Erich-Kästner-Preis des Presseclubs Dresden ausgezeichnet, 1997 erhielt er die Sächsische Verfassungsmedaille. Zwischen 1996 und 2000 war Frank Richter Vorsitzender des Kinder- und Jugendringes Sachsens.
Martin Schulz

Martin Schulz

ist Präsident des Europäischen Parlaments.
Nach einer kaufmännischen Ausbildung als Buchhändler und Tätigkeiten bei verschiedenen Verlagen und Buchhandlungen gründete er 1982 eine eigene Sortiments- und Verlagsbuchhandlung in Würselen, deren Mitinhaber er bis 1994 war.
1974 trat Martin Schulz in die SPD ein. 1984 wurde er in den Würselener Stadtrat gewählt; von 1987 bis 1998 war er Bürgermeister der Stadt Würselen. Seit 1999 ist er Mitglied des SPD-Parteivorstandes und des Parteipräsidiums.
1994 wurde er zum Europäischen Parlamentsabgeordneten gewählt. Von 2000 bis 2004 war er Vorsitzender der deutschen SPD-Landesgruppe im Europäischen Parlament. Seit 2009 ist Martin Schulz der Europabeauftragte der SPD. Von 2004 bis 2012 war er und seit 2014 ist er wieder Vorsitzender der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament. Er wurde 2012 und erneut 2014 zum Präsidenten des Europäischen Parlaments gewählt.
2006 erhielt er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, 2008 das Große Goldene Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich, 2010 das Offizierskreuz der französischen Ehrenlegion, 2012 den Schwarzkopf-Europa-Preis und 2015 den Internationalen Karlspreis zu Aachen. Er wurde mehrfach mit Ehrendoktorwürden geehrt, unter anderen von der Staatlichen Technischen Universität Kaliningrad und der Hebräischen Universität Jerusalem.

Jens Spahn

Jens Spahn

ist ein deutscher Bundestagsabgeordneter (CDU) und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen. Er ist zudem Bankkaufmann und Politikwissenschaftler.
1995 trat Spahn in die Junge Union und 1997 in die CDU ein. Seit 2005 ist er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Borken. 2014 wurde er auf dem Bundesparteitag in Köln in das CDU-Präsidium gewählt.
2002 wurde er zum ersten Mal für den Wahlkreis Steinfurt/ Borken in den Deutschen Bundestag gewählt. Von 2009 bis 2015 war er gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, seit dem 03. Juli 2015 ist er Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen.
shahin vallee

Shahin Vallée

ist Senior Economist bei Soros Fund Management in London.

Nach seinem Bachelorstudium in Wirtschaft an der Sorbonne-Universität, einem Masterstudium an der Columbia University und einem Master in Public Affairs an der Sciences Po in Paris begann Shahin Vallée seine Kariere in der Forschungsabteilung der französischen Investmentbank BNP Paribas in London.
Seit 2010 ist er ein Visiting Fellow bei Bruegel, einem europäischen Think-Tank, der auf Wirtschaft spezialisiert ist; dort hat er sich mit dem internationalen Währungssystem, europäischer Wirtschaftsregierung und Währungs- und makroprudentieller Politik beschäftigt. Von Januar bis Juni 2012 beriet er die Präsidentschaftskampagne der Grünen Partei in Frankreich zu europäischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten.
Von 2012 bis 2014 diente er als Wirtschaftsberater des Präsidenten des Europäischen Rats, Herman Van Rompuy. Von September 2014 bis April 2015 war er Wirtschaftsberater des französischen Ministers für Wirtschaft, Industrie und Digitales Emmanuel Macron. Seit Mai 2015 ist er Senior Economist bei Soros Fund Management in London.

Peer Steinbrück

Peer Steinbrück

ist ein deutscher SPD-Politiker und Bundestagsabgeordneter.
Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre und Soziologie arbeitete er unter anderem im Kanzleramt unter Helmut Schmidt, als Referent der SPD-Bundestagsfraktion und als Büroleiter des damaligen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Johannes Rau. 2002 wurde er zum Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens gewählt.
Zwischen 2005 und 2009 war er deutscher Bundesminister der Finanzen im Kabinett von Angela Merkel. 2009 wurde er zum Bundestagsabgeordneten gewählt. Im September 2012 wurde er von der SPD als Kandidat für das Amt des Bundeskanzlers nominiert und trat in den Bundestagswahlen 2013 schließlich an.
Als Bundestagsabgeordneter ist er derzeit Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und Vorsitzender der Deutsch-Amerikanischen Parlamentariergruppe.
Ursula Von der Leyen

Ursula von der Leyen

ist eine deutsche Politikerin (CDU) und Bundesministerin der Verteidigung.
Nach dem Abitur studierte Ursula von der Leyen Volkswirtschaft in Göttingen und Münster sowie an der London School of Economics and Political Science. 1980 nahm sie ein Medizinstudium an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) auf, wo sie nach der Approbation als Ärztin in der Frauenklinik arbeitete und 1991 promovierte. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in den USA kehrte Ursula von der Leyen mit ihrer Familie 1996 nach Deutschland zurück. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Sozialmedizin und Gesundheitsforschung war sie von 1998 bis 2002 wieder an der MHH tätig. 2001 schloss sie hier auch ihren Magister in Public Health ab.
Politisch aktiv wurde Ursula von der Leyen mit dem Eintritt in die CDU 1990. Von 2001 bis 2003 hatte sie verschiedene kommunalpolitische Mandate in der Region Hannover inne und zog 2003 als Abgeordnete für die CDU in den Landtag von Niedersachsen ein. Im gleichen Jahr übernahm sie das Amt der Landesministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit. 2005 wechselte Ursula von der Leyen in die Bundespolitik und wurde zur Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und später von 2009 bis 2013 zur Bundesministerin für Arbeit und Soziales ernannt.
Nachdem sie 2004 ins Präsidium der CDU gewählt wurde, wurde Ursula von der Leyen im November 2010 zur stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt. Seit 2009 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2013 Bundesministerin der Verteidigung.
Urusla Weidenfeld

Ursula Weidenfeld

ist freiberufliche Journalistin in Berlin und Potsdam.
Sie studierte Wirtschaftsgeschichte, Germanistik und Volkswirtschaft in Bonn und München. 1989 wurde sie am Bonner Lehrstuhl für Verfassungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte mit einer Arbeit zur Mittelstandspolitik der 1950er Jahre promoviert. Im Anschluss arbeitete sie als Korrespondentin und stellvertretende Ressortleiterin bei der „Wirtschaftswoche“ sowie als Ressortleiterin beim „Tagesspiegel“ in Berlin.
Ursula Weidenfeld gehörte zum Gründungsteam der „Financial Times Deutschland“. Ende 2001 kehrte sie zum „Tagesspiegel“ zurück, bei dem sie 2004 stellvertretende Chefredakteurin wurde. Von 2008 bis Anfang 2009 war sie Chefredakteurin des Wirtschaftsmagazins „Impulse“.
Seit 2009 arbeitet Ursula Weidenfeld als freiberufliche Journalistin und Autorin. 2015 veröffentlichte sie gemeinsam mit Jan Hiesserich ihr neues Buch „Der CEO im Fokus, Lernen von den Besten für den richtigen Umgang mit der Öffentlichkeit“. Derzeit vertritt Ursula Weidenfeld die Professur für Pressejournalismus am Journalistischen Seminar der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

Heinrich August Winkler

Heinrich August Winkler

ist ein deutscher Historiker.
Nach seinem Studium der Geschichte, Philosophie, des Öffentlichen Rechts und der Politikwissenschaft lehrte er an der Freien Universität Berlin und der Universität Freiburg. Von 1991 bis 2007 hatte er einen Lehrstuhl für Neueste Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin inne und seit April 2007 ist er emeritiert.
Heinrich August Winkler war von 1975 bis 1999 Mitherausgeber der Zeitschrift „Geschichte und Gesellschaft“. Er gehörte dem Beirat der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung an. 2004 gründete er gemeinsam mit seiner Ehefrau Dörte Winkler die Heinrich-August- und Dörte-Winkler-Stiftung zur Förderung von Nachwuchshistorikern, eine unselbständige Stiftung in der Friedrich-Ebert-Stiftung, welche alle zwei Jahre den Hans-Rosenberg-Gedächtnispreis verleiht. 2000 erhielt er das Offizierskreuz des polnischen Verdienstordens und 2005 das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland. Zu seinen wichtigsten Werken gehören: „Der lange Weg nach Westen. Deutsche Geschichte vom Ende des Alten Reiches bis zur Wiedervereinigung“ (2000) sowie „Geschichte des Westens“ in vier Bänden (2009-2014).
Am 8. Mai 2015 hielt Heinrich August Winkler die Gedenkrede vor dem Deutschen Bundestag zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges.

Videomitschnitte vom 18.09.2015
Denk ich an Deutschland
Die Welt aus den Fugen - Auf der Suche nach neuen Gewissheiten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bilder vom 18.09.2015
Denk ich an Deutschland
Die Welt aus den Fugen - Auf der Suche nach neuen Gewissheiten

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Heinrich August Winkler
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Ursula von der Leyen
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Ursula von der Leyen
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Paul Achleitner, Ursula von der Leyen
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Achleitner_v.d.Leyen_Matussek
Paul Achleitner, Ursula von der Leyen, Thomas Matussek
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Anna Herrhausen

Lord Stephen Green, Anna Herrhausen, Botho von Portatius
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Panel 1

Panel 1: From Potsdam to Minsk - The End of the Post-War Order
(Teilnehmer vgl. Programm)
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Panel 1a

Panel 1: From Potsdam to Minsk - The End of the Post-War Order
(Teilnehmer vgl. Programm)
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Jackson Janes
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Wolfgang Ischinger
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Sergey Karaganov
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Anne-Marie Le Gloannec
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Mustafa Nayyem
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Zwiegespräch

Zwiegespräch:
USA and Russia: Still European Powers?
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Fyodor Lukyanov
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Gerhard Casper
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Brok_Letta

Elmar Brok, Enrico Letta
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Winkler_Schulz_Matussek

Heinrich August Winkler, Martin Schulz, Thomas Matussek
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Schulz_Frankenberger

Interview:  Europa - Ein gefesselter Riese?
Klaus-Dieter Frankenberger, Martin Schulz
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Martin Schulz
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Martin Schulz
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Panel 2

Panel 2: In Good Times and in Bad - Will Europe Hold Together?
(Teilnehmer vgl. Programm)
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Panel 2

Panel 2: In Good Times and in Bad - Will Europe Hold Together?
(Teilnehmer vgl. Programm)
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Baroness Pauline Neville-Jones
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Katinka Barysch
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Jorgo Chatzimarkakis
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Shahin Vallée
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Henrik Enderlein
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Katinka Barysch
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Panel 3

Richter, Bartsch, Kaube, Steinbrück, Spahn
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Panel 3

Panel 3: Deutschland: Das Ende des Großen Konsenses?
(Teilnehmer vgl. Programm)
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Dietmar Bartsch
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Frank Richter
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Peer Steinbrück
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Jürgen Kaube
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Lord Stephen Green
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Lord Stephen Green
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Weidenfeld

Tagesmoderatorin Ursula Weidenfeld
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Palmer

Boris Palmer, OB Tübingen
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