Deutschland

Vertrauen – kaum ein anderer Begriff ist in den vergangenen Jahren von Politik und Wirtschaft so häufig und so häufig missbräuchlich verwendet worden, dass er vielfach zur Phrase verkommen ist. Dabei ist Vertrauen eine fundamentale Kategorie menschlichen Zusammenlebens.

Frevert

Alle möglichen Probleme in Politik und Gesellschaft werden gleich als 'Vertrauenskrisen‘ bezeichnet. Journalisten, die so eifrig 'Vertrauenskrisen' ausrufen, handeln im eigenen Interesse, getreu des Mottos 'bad news are good news'. Der angebliche gesellschaftliche Vertrauensverlust hat nicht stattgefunden. [...] Niemand holt sein Geld von der Bank und bewahrt es jetzt wieder im Sparstrumpf auf.

Prof. Dr. Ute Frevert, Historikerin, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

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Kontakt

Alfred Herrhausen Gesellschaft
Christiane Timmerhaus
Projektmanagerin


T. +49 (0)172 6195228
christiane.timmerhaus@db.com

Partner

Das Symposium wurde in Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) organisiert.

Publikationen

Das detaillierte Tagungsprogramm können Sie hier einsehen.


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Wie gewonnen, so zerronnen - Vertrauenserosion: Krisenrhetorik oder mehr?

Unter diesem Titel organisierte die Alfred Herrhausen Gesellschaft in Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) am 02. Juli 2014 in Berlin ein interdisziplinäres Symposium. Dabei ging es keineswegs um Effekthascherei oder die Verbreitung populistischer Thesen - der breite Zugriff auf das wichtige Thema Vertrauen diente in erster Linie dem Gedankenaustausch zwischen einem fachkundigen und interessierten Publikum. Im Zentrum einer facettenreichen Diskussion standen personales Vertrauen sowie System- und Institutionenvertrauen.
Susanne Baer (Bundesverfassungsgericht)

Warum genießt das Bundesverfassungsgericht großes Vertrauen? Professor Susanne Baer weiß Antwort

© Marc Darchinger

Vertrauen – kaum ein anderer Begriff ist in den vergangenen Jahren von Politik und Wirtschaft so häufig und so häufig missbräuchlich verwendet worden, dass er vielfach zur Phrase verkommen ist. Dabei ist Vertrauen wie Gerechtigkeit oder Würde eine fundamentale Kategorie menschlichen Zusammenlebens. Es lohnt sich, die Bedingungen, unter denen Vertrauen entsteht, den sozialen und ökonomischen Wert des Vertrauens sowie die Auswirkungen von Vertrauensverlust einmal genau zu untersuchen, um diesem wirksam entgegentreten zu können.

Es sprachen und diskutierten u. a.: Bundesverfassungsrichterin Susanne Baer, Henrik Enderlein (Hertie School of Governance), Ute Frevert (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung), der evangelische Theologe Friedrich Wilhelm Graf (LMU), der Philosoph Martin Hartmann, Pater Klaus Mertes SJ (Kolleg St. Blasien), General a. D. Egon Ramms, die Neurowisenschaftlerin Tania Singer, Folke Schuppert (WZB) und Ulrich Wickert.

Symposium der Alfred Herrhausen Gesellschaft in Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)

Panel Kirchen und Vertrauen

Kirchendämmerung als Vertrauensdämmerung - Friedrich Wilhelm Graf, Reinhard Müller und Pater Klaus Mertes SJ

© Marc Darchinger

Prof. Tania Singer

Mitgefühl lässt sich durchaus trainieren - wie, erläutert Professor Tania Singer

© Marc Darchinger

Matussek Schuppert

Verfolgen die Debatte auf dem Podium und mit dem Publikum - Folke Schuppert, Thomas Matussek und Mirko Derpmann

© Marc Darchinger

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Alfred Herrhausen Gesellschaft
Christiane Timmerhaus
Projektmanager


T. +49 (0)172 6195228
christiane.timmerhaus@db.com

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Das Symposium wurde in Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) organisiert.

Details

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